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Wie ist es aus Afghanistan zu flüchten, Sayed?

Im Wahlpflichtfach Geschichte waren Sayed und Ruth vom Verein Mentorus zu Gast.

„Beide waren sehr weise und haben toll von ihren Erlebnissen erzählt“ (Johanna)

Vergangene Woche wurden die Schüler.innen des Wahlpflichtfachs Geschichte (6. Klasse) von Ruth und Sayed beehrt. Ruth unterstützt mit ihrem Verein Mentorus seit über zehn Jahren minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern aus Afghanistan nach Österreich kommen (www.mentorus.at). Sayed – inzwischen Mitte 20 - ist einer ihrer Schützlinge, der seit über zehn Jahren in Österreich lebt und hier als Koch arbeitet.

Wie war es, in Afghanistan aufzuwachsen? Wie ist es, statt eine Schule zu besuchen, als Kind täglich Wasser aus dem Tal ins Dorf am Berg zu schleppen? Wie schaut das Familienleben im afghanischen Dorf aus? Was hat es mit den Konflikten zwischen Hazara und Paschtunen auf sich? Wie ergeht es einem als Flüchtling? Wie reagieren Grenzbeamte, wenn sie Flüchtlinge entdecken? Wie ist es, als Analphabet ohne ein Wort Deutsch oder Englisch in Wien zu stranden? Welche bürokratischen Hürden erwarten Ankommende? Wie schafft man es, neben der Alphabetisierung den Schulabschluss nachzuholen und zeitgleich schon mit einer Lehre zu beginnen, um als Fachkraft in Österreich bleiben zu können?

Interessiert und mitfühlend lauschten die Sechstklässler den Erzählungen. So haben sie die Gäste und Erzählungen wahrgenommen:

Es hat mich an Sayed beeindruckt,

… dass er noch immer so viel Lebensfreude hat und sehr lustig war (Anastasija)

… dass er bald studieren will (Selin)

… wie gut er Deutsch kann (Senad/Philipp), welchen Wortschatz er hat (David)

… wie hartnäckig er dafür gekämpft hat, hierbleiben zu dürfen (Jonathan)

… wie offen er erzählt hat (Simon)

… dass er so mutig ist, um darüber zu sprechen (Nils)

… dass er über seine Vergangenheit so geredet hat, ohne zu „brechen“. Weil was er erlebt hat, kann sich keiner von uns vorstellen (Clemens)

… wie stark er ist. Trotz dieser traumatischen Erlebnisse ist er so lebensfroh (Johanna)

Es hat mich an Ruth beeindruckt,

… dass sie so vielen Flüchtlingen hilft (Senad)

… dass diese Unterstützung einige Jahre andauert (Anastasija)

… wie hilfsbereit sie ist (Jonathan)

… wie engagiert sie ist (Senad)

… dass sie so eine Seelenruhe hat (Sarah)

… wieviel sie weiß und das Engagement für ihre Arbeit (Clemens)

… dass sie mit uns sehr offen und direkt gesprochen hat (David)

… dass sie sehr stark ist und viel aus ihrem Leben gemacht hat (Johanna)

Besonders interessant/prägend fand ich,
… wie Sayed über sein Leben in Afghanistan und über seine Flucht gesprochen hat (Clemens)

… seine tiefgründigen Zitate (Sarah/Philipp)

… die Erzählungen von Sayed über die Hazara und Ismailiten (Sarah)

… dass die Flucht neun Monate dauerte (Anastasija)

… dass er erst 14 war (Kareem)

… dass wir bei schlechten Videos auf TikTok aufpassen müssen (Senad)

… dass Schule gehen ein Privileg ist (Selin)

… die Geschichten aus seiner Heimat (Jonathan)

… dass sie an der Grenze zwischen Iran und Türkei im Feld entdeckt wurden und dieses angezündet wurde (Sarah, Simon, Kareem)

… dass man immer einen Traum haben soll (David)

Er hat gesagt: „Das Leben ist wie ein Fluss, es geht immer voran.“ Das hat mich sehr berührt (Johanna)

Zusammenstellung des Feedbacks: Prof. Thomas Sipöcz-Kuhelnik

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